„Interkulturelle Frauenbegegnungsstätte“ für Offenbach

Gestern traf sich auf Anregung von Katja Lenz und mir zum ersten mal die „Denkfabrik“ der Offenbacher Flüchtlingshilfe.
Obwohl viele der ursprünglich angemeldeten Teilnehmerinnen nicht erschienen, war es ein sehr effektives Treffen.
Unter Moderation von Marcus Schenk (Gemeinwesen Arbeit Offenbach) wurde die Idee einer „Interkulturellen Frauenbegegnungsstätte“ für Offenbach besprochen und schon nach kurzer Zeit war klar, dass die Ideen weit über den Anfangs angedachten Vorschlag hinausgehen.
Das besondere an der Planung ist die Herausforderung, für die teilnehmenden Frauen mit kleinen Kindern/Babys eine Betreuung derselben parallel zum stattfindenden Angebot zu installieren.
Die Angebote sollen vom gemeinsamen kochen, über Sprachkurse, tanzen, schwimmen gehen, bis zu gemeinsamen Spaziergängen, Stadtführungen und Alltagsrelevanten Unternehmungen (z.B. gemeinsames Einkaufen auf dem Markt) gehen. Der Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt!
Als geeignete Räumlichkeiten stehen die Stadtteilbüros des Quartiersmanagements (GWA) zur Verfügung. Sie sind ideal geschnitten und haben auch gut zu nutzende Küchen.
Gestern waren wir leider nur eine kleine Runde, aber die Vertreterin von „Frauen helfen Frauen e.V.“ hat uns soviel Input gegeben, das wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten!
Das nächste Treffen wird am 18.05. stattfinden.
Bis dahin haben wir unsere „Hausaufgaben“ erledigt und gehen in die nächste Planungsrunde, um möglichst zügig loslegen zu können!
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Auch wenn der Anstoß zu diesem Projekt von der Offenbacher Flüchtlingshilfe ausging, wird es zukünftig nicht unter unserer alleinigen Verantwortlichkeit stehen.
Auch zum zweiten Treffen werden wieder Vertreter/innen verschiedenster Gruppierungen und Verbände eingeladen, welche ihre Ideen einbringen und als Multiplikatoren dienen können!
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Mein aufrichtiger Dank an alle Anwesenden… so macht Planung wirklich Spaß! 🙂

Offener Brief der Offenbacher Flüchtlingshilfe

Die Offenbacher Flüchtlingshilfe hat einen Offenen Brief verfasst, der sich auf das unsägliche Gebaren des Bundesarbeitsministerium bezieht. Dieses lässt Flüchtlingspaten, die Bürgschaften übernommen hat im Regen stehen. Bitte verteilen, verbreiten und an Landtagsabgeordnete und Bundestagsabgeordnete und vor allem an Frau Nahles verschicken: info@bmas.bund.de & andrea.nahles.wk@bundestag.de
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns an Sie bezüglich folgender Angelegenheit, die bereits in mehreren Medien in NRW und Hessen, als auch überregional thematisiert worden ist.
Dutzende von Bürgern haben Bürgschaften für Flüchtlinge übernommen, in dem guten Glauben, dass die Verpflichtungserklärung erlischt, sobald der Asylantrag bewilligt ist. Dies wurde ihnen von der hessischen Landesregierung mehrfach schriftlich und mündlich zugesichert (gleiches gilt für die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen). Das Bundesinnen- und das Bundesarbeitsministerium haben jedoch eine andere Rechtsauffassung bezüglich der Bestimmung des Aufenthaltsgesetzes und nun drohen zahlreichen Helfer Zahlungen von mehreren tausend Euro.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hessen-fluechtlingspaten-muessen-weiter-zahlen-a-1143032.html

http://www.huffingtonpost.de/2017/04/11/buergschaft-fluechtlinge_n_15932750.html

Uns empört – als Bürger dieses Landes und als ehrenamtlich Engagierte – dieses Verhalten zutiefst und wir fordern Sie auf, dass dieser Rechtsstreit nicht auf dem Rücken von Ehrenamtlichen ausgetragen wird.

Freiwilliges Engagement ist von entscheidender Bedeutung für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, so ein Zitat der Bundesregierung.

Ein weiteres Zitat der Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Empfang am 6.4. 2017 für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Bundeskanzleramt lautet: „Sie haben Vieles auf die Beine gestellt, was der Staat nicht alleine hinbekommen hätte“. Kanzleramtschef Peter Altmaier fügte hinzu: „Wir sind entschlossen, Sie nicht allein zu lassen“ (aus der PM des Bundeskanzleramts vom 6.4. „Kanzlerin trifft Flüchtlingshelfer“).

Dies ist auch unsere Auffassung: der Staat alleine kann und sollte nicht die gesamte Verantwortung für ein gutes Zusammenleben in Deutschland übernehmen. Jeder einzelne Bürger hat die Aufgabe diese Gesellschaft mitzugestalten und unsere Demokratie zu fördern.

Unsere Gesellschaft erlebt derzeit eine gefährliche Abspaltung von Bürgern, die einen großen Vertrauensverlust, einen Verlust an Glaubwürdigkeit einzelner Politiker erleben und sich aus demokratischen Strukturen verabschieden – sei es im rechts- oder linksextremen Lager.

Und genau dies befördern Sie, indem Sie sehr wohl Bürger alleine lassen, sich hinter Paragrafen verstecken und nicht die moralische Pflicht annehmen diese Angelegenheit unbürokratisch zu lösen. Die Bundesregierung beendet im Wahlkampf die Willkommenskultur, und bezahlen sollen Ehrenamtliche. Das ist skandalös.

Die Länder und vor allem der der Bund und das Bundesarbeitsministerium müssen sich über die Kosten der Flüchtlingsaufnahme einigen und Bürger nicht an den Rande des finanziellen Ruins treiben.

Alles andere wäre für uns ein zutiefst unsoziales Verhalten und eines sozialen und demokratischen Staates nicht würdig!

 

Gezeichnet Eric Wolf und Katja Lenz

Offenbacher Flüchtlingshilfe, Offenbach, den 16.April 2017

Projektplanung „Interkulturelles Kochen für Senioren“

Folgende Grundidee steht im Raum:
Basierend auf dem Konzept der „Lauterborner Küche“ (Ehrenamtliche der Caritas kochen für Senioren um diese aus ihrer Isolation zu holen) hatten wir Idee, ein ähnlich gelagertes Event im Rahmen der Flüchtlingsarbeit anzubieten…
„Interkulturelles kochen für Senioren“ (Arbeitstitel) oder so ähnlich… dies könnte man  vielleicht auch als längerfristiges überregionales Projekt aufziehen, mit wechselnden Standorten und Kooperationspartnern… gelebtes Miteinander, gegenseitige Vorurteile abbauen usw… gemeinsames Essen verbindet.
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Hierzu hatte ich gerade ein von Katja Lenz (FzOF) vermitteltes, sehr produktives Treffen mit Hans Lucas (Vorstandsmitglied des FzOF). Wir haben uns ausführlich über ein mögliches Konzept unterhalten und er findet die hohe soziale Komponente hinter diesem Projekt sehr spannend und auch Tragfähig!
Wir sind so verblieben, das wir beide nach Ostern damit beginnen, die Offenbacher Seniorenheime dahingehend anzufragen, ob von deren Seite Interesse an einer solchen Kooperation besteht. Sobald wir hierzu Informationen bzw. positive Rückmeldungen erhalten haben werden wir daran gehen, die in Offenbach ansässigen Kirchen, Kulturvereine (kochen, evtl. Musik/ Tanzaufführungen) und Verbände (Caritas/ AWO/ usw,) auf eine mögliche Zusammenarbeit anzusprechen.
Sollten wir genug Interessenten finden, wird es ein Planungstreffen geben, in welchem die nächsten Schritte besprochen und vorbereitet werden.
Das ganze kann eine ziemlich große Geschichte werden, in welche viele Personen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen einbezogen sind und wird viel Konzeptionelle Planung und Vorbereitung in Anspruch nehmen!
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Dieses Angebot wäre natürlich für alle interessierten Senioren offen!
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Aktuelle Infos hierzu demnächst an dieser Stelle…

Eric Wolf